Die wilden Logos von „Theater der Welt“.

von Julia Heidinger, Nadja Kardel und Carina Sager

Am Anfang war die Idee. So einfach ist es aber meistens nicht. Denn eine Idee ist nicht einfach da, sondern entfaltet sich mehr und mehr, bis es zu etwas Konkretem wird, womit man auch wirklich etwas anfangen kann. Die Idee, auf welchem das „Theater der Welt“ aufbaut, war das „Theater der Nationen“, welches seit 1957 in Paris stattfand. Ab 1975 entschied man, dass das Festival auch an andere ITI-Zentren vergeben werden könnte. Diese Entscheidung begründete man mit der Weiterentwicklung/Vertiefung der internationalen Kulturbeziehungen.

So ergab es sich, dass 1979 das „Theater der Nationen“ in Hamburg stattfand. Und zwar unter der künstlerischen Leitung  von Ivan Nagel. Dieser war zu der Zeit Präsident des weltweiten ITI und der Intendant des Schauspielhauses Hamburg. Da das Festival ein voller Erfolg war, griff die Bundesrepublik seinen Vorschlag auf, ein Festival in dieser Form regelmäßig in Zusammenarbeit mit Stadt, Bundesland und Bund an wechselnden Orten auszurichten.

Über die Jahre entwickelte jedes gastgebende Theater ein eigenes Programm mit zugehörigem Logo. Diese sind manchmal sehr grell bunt, manchmal schlichter:

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Unter dem Namen „Theater der Welt“ fand 1981 das Festival zum ersten Mal in Köln statt. Seitdem wird das „Theater der Welt“ ca. alle drei Jahre veranstaltet. Quer durch Deutschland erfreuen sich die Städte an diesem kulturellen Ereignis. Ensembles aus der ganzen Welt sind während des Festivals auf verschiedensten Bühnen zu Gast.

Sicher ist außerdem, dass das Festival den Menschen in Deutschland die Theaterkultur anderer Länder näher bringen soll. Damit das Interesse am Theater wieder wächst, wird es vom Staat subventioniert. Wobei jeweils ein Drittel des Budgets von Stadt, Land und Bund getragen wird.

Die Festivals sind nicht miteinander vergleichbar. So sagt auch Dr. Thomas Engel, Direktor ITI Deutschland:

„Da vergleicht man Äpfel und Birnen, denn das Festival erfindet sich für jede Stadt in der es gastiert neu und was vor drei Jahre sensationell war ist heute kaum noch erwähnenswert.“

Auf jeden Fall ist das „Theater der Welt“ immer bunt, immer anders und immer einen Besuch wert!

Zum ersten Mal wird 2017 ein besonderer Bezug zur Metropole an der Elbe hergestellt. Mit der Eröffnung der Elbphilharmonie wird Hamburg im diesem Jahr gleich zweifach ins kulturelle Rampenlicht gestellt. Passend wird momentan nach geeigneten Spielstätten am Hafen gesucht. Ihr könnt euch also auf richtiges Festival-Feeling in der ganzen Stadt freuen!

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. rgl sagt:

    Ich war Teil des Organisationsteams von Theater der Welt ’81 unter Ivan Nagel und Bernd Wilms. Dramaturgie war Renate Klett. Ich denke immer noch sehr gerne an diese Monate zurück – und habe noch alle Originalplakate auf Extra-Starkem Plakatkarton mit den Unterschriften des Künstlers. Wenn Ihr die also ausstellen wollt – Anruf genügt … Vorschau gerne per E-Mail ….

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