Schiff Ahoi! Ein Nachmittag bei der Feltz-Werft.

von Jana Baier, Christoph Graebel und Christoph Vogel

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An einem sonnigen Dezembernachmittag hatten wir die Gelegenheit die Feltz-Werft in Hamburg-Finkenwerder zu besichtigen. Die Werft besteht seit 1945 und ist spezialisiert auf Schiffsneubauten aus Stahl und Aluminium, ist aber auch bei Reperaturen und Umbauten der richtige Ansprechpartner.

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Meister und Geschäftsführer Ralf Oelbüttel führte uns durch die heiligen Hallen der Werft und zeigte uns den Alltag im Betrieb. Er muss sich auskennen, denn er hat bei der Feltz-Werft gelernt und ist mittlerweile seit 40 Jahren im Betrieb.

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Es ging direkt mitten ins Geschehen. Hier waren – durchaus nicht ungefährliche – Schweißarbeiten im vollen Gange. Natürlich gibt es auch manchmal Arbeitsunfälle in dem derzeitigen 10-Mann-Betrieb, Verbrennungen, Funken in den Augen oder andere kleine Blessuren kommen vor. Jedoch wird auf Vorsichtsmaßnahmen natürlich geachtet. Deshalb ist die größte Gefahr, die einem Barkassenbauer ausgesetzt ist: „Keine Aufträge“, scherzt Meister Oelbüttel.

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Achtung Stolperfallen! Man sollte die Augen auf behalten, denn Stolperfallen sind manchmal unvermeindlich.

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Oelbüttel, welcher selbst jahrelang im Prüfungsausschuss tätig war, schwärmt von seinen motivierten und – vor allem – talentierten Lehrlingen. Innerhalb der Ausbildung lernt man den Umgang mit den drei Werkstoffen Holz, Kunststoff und Metall. Früher wurden zur Prüfung noch Gesellenstücke gebaut (kleine Boote von 3-4m), heute werden Arbeitsproben aus den drei Werkstoff-Bereichen verlangt. Dadurch ist die Vergleichbarkeit einfacher und die Bewertung fairer geworden.

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Diese Art von Boot setzt man z.B. als Polizeiboot ein. Die Werft hat von dieser Sorte schon 20 Stück hergestellt. Der Besitzer dieses Bootes geht mit seinem „Bunny Hunter“ jedoch wahrscheinlich nicht auf Verbrecherjagt.

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Auch Bürotätigkeiten gehören zu Oelbüttels Alltag, er selber verbringt heutzutage 75% der Arbeitszeit im Büro. Dort plant und konstruiert er die Projekte, wie z.B. das aktuelle und bisher größte Projekt: Ein 33m langes Schiff. Ein sehr arbeitsintensives Unterfangen.

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Heute ist es möglich die Schiffe mit moderner Laser-Technik zu scannen und genau auszumessen. Früher geschah dies per Hand und dauerte mit 2 Leuten bis zu 14 Tage. Diese moderene Technik ist vor Allem hilfreich, wenn man es mit sehr alten Schiffen zu tun hat, für welche es keine Pläne gibt. Früher wurde nämlich freihand gebaut.

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Ein letzter Blick: Typische Barkassen, welche bei der Feltz-Werf anliegen.

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