Stimmen aus der Universität Hamburg – Ports

Seminar: Aktuelle Hamburger Theaterfestivals unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Schäfer

 

Ports – Vom Recht auf Meer

Seit gestern Abend sind wir Mitglieder der Hamburg Ports Hydrarchy, die sich mit der Befreiung des Hafens beschäftigt und dafür sorgen möchte, dass der Hafen ein Ort freier Begegnung wird. Die geheimagentur lud gestern am ersten Festivaltag um 18:00 mit PORTS zu einem besonderen Schiffsrundgang ein. An Deck der MS Stubnitz wurden wir mit Getränken und einer Rede gegen HPA und für die von den Akteuren gegründete HPH begrüßt. Das Schiff hatte extra für Theater der Welt am Festivalzentrum Baakenhöft festgemacht, um den einzigen noch nicht verplanten Teil des Hafens für Freiraum zu erklären. Die Gäste konnten daraufhin in Gruppen das Schiff entdecken und mit Kopfhörern ausgestattet den Wohnraum des Schiffes besuchen oder im Bauch des Schiffes die spannende Reise der Hydra mitverfolgen, welche aufbrach, um für das Meer als Freiraum zu demonstrieren und mit neuen Ideen zur Verwirklichung eines freien Raumes Hafen zurückkehrte. Schwimmende Gärten sollten entstehen und ein schwimmendes Archiv, was all die Geschichten festhalten sollte, die hier im Namen der Freiheit geschahen. Auch hörten wir Geschichten von der Sky Luck, die vor Hongkong festgesetzt wurde, um die Flüchtlinge vom Land fern zu halten und einer chinesischen Meeresgöttin, die uns am Ende auch unsere Wünsche erfüllen sollte. Wir kamen im Schiffsbauch zusammen, erfüllt von den Eindrücken und Erlebnissen auf der MS Stubnitz, die uns für den Hafen als freien Ort sensibilisiert hatten, um nun einen eigenen Ort zu schaffen, hier im Baakenhöft, der all das vereinen sollte, was wir uns wünschten. Zusammen mit den Akteuren gestalteten wir eine Collage aus unseren Wünschen für einen freien Hafen für alle, während die Meeresgöttin im Nebel tanzte und wir unsere Pläne mit Rum begossen.

MCM

 


 

Die Reise in einen anderen Hafen

Die Sonne scheint, die Menschen sind gut drauf, die Musik fängt an zu spielen und in mir tritt eine Vorfreude auf… Ich befinde mich auf dem Deck der MS Stubnitz und höre drei Menschen in weißen Schutzanzügen zu. Sie wollen mich mitnehmen auf eine Reise in einen anderen Hafen.

Dafür gibt es vier Stationen, wobei ich Zeit habe, drei davon zu besuchen. Zunächst geht es für mich abwärts, in den Bauch des Schiffes. Ich befinde mich in der Abteilung „Radical Seafaring“. Zwei Frauen berichten über eine rasante Seefahrt mit dem Floß Hydra. Sie geraten in einen gefährlichen Strudel und gelangen in unbekannte Gebiete. Die MauMau Bewohner nehmen die beiden Fremden auf und zeigen ihnen ihre Welt, in der es schwimmende Gärten, ein Boatel (Hotelboot) und vieles mehr auf dem Wasser gibt. Wasser wird von den Bewohnern als einen öffentlichen Raum wahrgenommen, den es zu gestalten gilt.

Der Vortrag wird durch viele lustige Fotos unterstützt. Die Fotos werden, entsprechend der Geschichte, an eine Wand projiziert, verschoben, ausgeschnitten und wieder zusammengefügt. Dies ist meiner Einschätzung nach so einfach und gleichzeitig genial und effektiv gemacht, dass es sich der erzeugte Effekt nur schwer beschreiben und nachvollziehen lässt.

Die Erzählung und das Zusammenspiel mit den Bildern hat mich so gefesselt, dass ich am liebsten noch viel mehr gehört und gesehen hätte. Kurz kam bei mir der Gedanke auf, einfach sitzen zu bleiben, um somit den Vortrag noch einmal zu hören, doch ich war auch gespannt auf die weiteren Stationen. Auch die anderen Abteilungen, die ich besuchte, gefielen mir sehr gut.

Insgesamt haben mich die Performance und die Atmosphäre auf der Stubnitz unglaublich mitgerissen und ergriffen. Das Anliegen der HPP, ein freier Hafen, ist nun auch mein Anliegen geworden. Ich hätte mir keine bessere Spielstätte vorstellen können, als auf einem Schiff über den Hafen zu berichten. Ich bin begeistert.

Panther

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